Liquids erklärt

Auf jeder Liquid-Flasche stehen Zahlen und Buchstaben, die für Einsteiger:innen Rätsel aufgeben. Diese Seite erklärt, was sie bedeuten — von PG/VG bis zur Nikotinstärke.

Die vier Bestandteile eines Liquids

  1. Propylenglykol (PG) — eine farblose, geruchlose Flüssigkeit, die Aromen gut bindet und einen deutlichen Throat Hit erzeugt.
  2. Pflanzliches Glycerin (VG) — eine dickflüssige, leicht süße Substanz, die für die Dampfmenge zuständig ist. Lebensmittelqualität.
  3. Aromen — meist lebensmitteltaugliche Aromaöle, geringer Anteil (5–15 %).
  4. Nikotin — optional, in Stärken von 0 bis 20 mg/ml. Maximalwert in Deutschland: 20 mg/ml (TPD2-Richtlinie).

Was bedeutet 50/50, 70/30, 80/20?

Diese Zahlen geben das Verhältnis von PG zu VG an:

VerhältnisCharakterFür welche Geräte
50/50 (PG/VG)kräftiger Throat Hit, mittlere Dampfmenge, klare AromenPod-Systeme, MTL-Tanks, Einsteiger
70/30 (PG/VG)etwas weicher, mehr Dampf, etwas süßerPod-Mods mit Sub-Ohm-Anteilen
30/70 oder 20/80 (PG/VG)große Wolken, weicher Zug, dezenter Throat HitSub-Ohm, DL-Verdampfer

Für die meisten Pod-Geräte ist 50/50 der sichere Standard. Hochdickflüssige Liquids (80 %+ VG) können bei kleinen Coils die Watte nicht durchsättigen — Folge: trockene, verbrannte Züge.

Nikotinstärken — welche passt zu mir?

Eine Orientierung, NICHT als Werbung verstanden — nur als Übersicht:

Maximum in Deutschland: 20 mg/ml (TPD2 § EU 2014/40, umgesetzt im TabakerzG). Höher konzentrierte Liquids dürfen in Deutschland nicht in den Handel.

Behältergrößen — warum nur 10 ml?

Für nikotinhaltige Liquids gilt in Deutschland die Obergrenze 10 ml pro Flasche, in kindersicheren Verschlüssen. Größere Flaschen (z. B. 50, 100 oder 120 ml) sind nur als nikotinfreie Shortfills erlaubt — du kaufst die Basis ohne Nikotin und gibst optional ein 10-ml-Nikotin-„Shot" dazu (Eigenmischung im rechtlich abgegrenzten Bereich).

Geschmacksrichtungen

Die Vielfalt ist groß, aber die meisten Liquids fallen in eine von vier Hauptkategorien:

Aroma-Tipps für den Einstieg

Häufige Fragen

Sind Liquids in Deutschland geprüft?

Ja. Liquids müssen vor Inverkehrbringen beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angemeldet sein, müssen den TPD2-Vorgaben entsprechen und dürfen keine verbotenen Inhaltsstoffe enthalten (z. B. Diacetyl, Vitamin-E-Acetat). Beim Kauf in Deutschland ist von dieser Prüfung auszugehen — bei Import aus dem nicht-EU-Ausland nicht.

Kann ich Liquid selbst mischen?

Ja, das nennt sich DIY. Für Anfänger:innen aber unübersichtlich (Aromen, Basis-Mischung, Nikotin-Shot). Empfohlen erst nach 3–6 Monaten Dampf-Erfahrung. Selbst gemischtes Liquid muss kindersicher gelagert werden.

Ist Nikotinsalz besser als normales (Freebase-)Nikotin?

Nicht besser — anders. Nikotinsalz hat einen niedrigeren pH-Wert, kratzt weniger im Hals und wird schneller aufgenommen. Das macht hohe Nikotin­stärken verträglicher (z. B. 20 mg/ml). Freebase-Nikotin hat kräftigeren Throat Hit. Beide sind regulär zugelassen.